Osteopathie – Sanfte Medizin mit den Händen

Die Philosophie der Osteopathie ist es, den Körper als eine Einheit von Struktur und Funktion sowohl im gesunden, als auch im kranken Zustand zu erfassen. Zu den Strukturen zählen Knochen, Muskeln, Organe, Nerven, Gewebe. Osteopathie kann zur Vorbeugung und zur Linderung von Krankheiten eingesetzt werden. Sie bedarf keiner Medikamente, sie ist eine sanfte Medizin mit den Händen!


Das Motto des Begründers der Osteopathie, A.T. Still, war „Leben ist Bewegung“.

In unserem Körper herrscht ein ständiger Fluss und Austausch. Es findet ständig und überall eine Kommunikation statt. Sei es, wenn Sie mit Ihrem Kind oder Partner reden, sei es die stille Kommunikation der Gedanken oder die Kommunikation Ihrer Körperzellen, die Zell-Kommunikation. Diese findet genau so in Ihrem Körper statt wie die Kommunikation mit Freunden.

Eine wichtige Fähigkeit des Osteopathen besteht darin, dieser Zellkommunikation zuzuhören – zu lauschen. Die sensiblen Hände des Therapeuten befähigen ihn, zu „hören“, was der Körper, das einzelne Organ und die Strukturen des Patienten ihm sagen. Aus dieser gewonnenen Information kann der Osteopath seine Behandlung ableiten. Dabei sind die fünf Prinzipien der Osteopathie zu beachten:

Die moderne Osteopathie betrachtet den Menschen als eine Einheit mit drei verschiedenen Bereichen, die sich zwar voneinander unterscheiden, zugleich aber untrennbar miteinander verbunden sind.


1. Die parietale Osteopathie: Sie umfasst den Bewegungs-Apparat. Dazu gehören Knochen, Muskeln, Gelenke. Störungen können sein:

• Rückenschmerzen, Nackenschmerzen
• Bandscheibenproblematiken
• Wirbel- und Gelenkblockierungen
• Bewegungseinschränkungen
• Schulterschmerzen
• Skoliosen

2. Die viszerale Osteopathie: Sie umfasst das Gefäßsystem, die inneren Organe (z. B. Magen, Dickdarm, Dünndarm usw.) mit den dazugehörigen Blutgefäßen und Nerven. Sie findet ihren Einsatz bei:

• Magen-Darm-Beschwerden
• Leber und Gallenblasenproblemen
• Nierenbeschwerden
• Menstruationsbeschwerden
• Verdauungsproblemen
• Spannungen der inneren Organe jeglicher Art

3. Die cranio-sakrale Osteopathie: Sie umfasst den Schädel und die Wirbelsäule mit der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit, die Membranen, das Hirn- und Rückenmark. Störungen können sein:

• Schädel-Hirn-Trauma
• Schleuder-Trauma, Stürze, Unfälle
• Migräne, Kopf- und Gesichtsschmerzen
• Tinnitus
• Stress
• Narben
• Schwindel
• Kiefergelenksbeschwerden
• Sehstörungen
• Schiefhals



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