Die Blutegel-Therapie

Blutegel Therapie
Blutegel - kleiner Sauger mit großer Wirkung
Er saugt das Zehnfache seines Gewichtes an Blut und kann bei Blitz und Donner vor Schreck sterben. Die Blutegeltherapie ist ein altes ausleitendes Verfahren der Volksmedizin, dass in den letzten Jahren auch im klinischen Umfeld zunehmend Beachtung findet. In der Chirurgie kann man nicht von einer Renaissance sprechen, dort wurde der Blutegel stets geschätzt, weil er bei Blutstau wie Quetschungen oder Ergüssen erfolgreich eingesetzt wurde. Er spielt auch in der Transplantationsmedizin eine große Rolle, weil er hier für eine verbesserte Durchblutung sorgt. Seine Renaissance erlebt er aber innerhalb der Naturheilmedizin und den dortigen Behandlungsfällen. Diese exotische Therapie stößt auf viel Interesse.

Blutegel - für den Menschen so hilfreich wie eine Mini-Apotheke
Im Speichel eines Blutegels wurden zwischen 30 bis 100 Substanzen identifiziert. Es ist eine Mischung aus schmerzlindernden, entzündungshemmenden, betäubenden, gefäßerweiternden und gerinnungshemmenden Wirkstoffen. Der Hauptgerinnungshemmer ist Hirduin, der früher in der Herzinfarkttherapie eingesetzt wurde.

Wirkungsweise
Er saugt Blut aus dem Gewebe und bringt andererseits seinen Speichel mit den wertvollen Stoffen tief ins Gewebe hinein - tiefer als es eine Spritze vermag.

Anlegen der Egel
In der Regel werden vier bis acht Egel auf die Haut gesetzt. Die Egel dürfen aus hygienischen Gründen nur einmal verwendet werden. Nach etwa 45 Minuten sind sie satt und fallen von alleine ab.

Einsatzgebiete

  • schmerzhafte Arthrosen der Knie-, Hüft, Daumen- und Schultergelenke, Gelenkarthrosen
  • chronische Rückenschmerzen
  • Tennisarm
  • Rheumatische Erkrankungen (rheumatoide Arthritis, Fibromyalgie, Gicht)
  • Venenerkrankungen
  • Rückenschmerzen
  • Hörsturz, Tinnitus, Mittelohrentzündungen
  • Herpes Zoster (Gürtelrose)
  • Abszesse (Ansammlung von Eiter)
  • Blutergüsse (Hämatome)

Risiken und Nebenwirkungen der Blutegel-Therapie

Mögliche Nebenwirkungen können ein leichter Juckreiz, Hautrötung oder Narbenbildung sein.